Filmkritik - 2 Guns

Zwei Drogenfahnder: Der eine heißt Bobby und arbeitet für die CIA, der andere hört auf den klagvollen Namen Stigman und ist im Auftrag des Militärgeheimdienstes im Einsatz. Beide haben sich, so glauben sie, an ein Mitglied des mexikanischen Drogen-Kartells rangewanzt. Doch in Wirklichkeit haben sie sich gegenseitig im Visier. Und weil ihre Tarnung nahezu perfekt ist, hält jeder den jeweils anderen für einen „bösen Buben“ und ahnt nicht, dass auch er für „die Guten“ spielt. So animieren sie sich dann auch gegenseitig das prall gefüllte Bankschließfach von Drogenboss Pappi auszuräumen. Als sie bei dem Clou aber feststellen, dass sie auf deutlich mehr „Kleingeld“ gestoßen sind als erwartet, erkennen sie sehr schnell, dass sie in an einem Wespennest geschüttelt haben. Und nicht viel später wird ihnen auch klar, dass sie letztlich nur Figuren in einem Spiel sind, in dem sie als Bauernopfer über die berühmte Klinge springen sollen. Also bleibt ihnen fortan nichts anderes übrig, als gemeinsame Sache zu machen.
Szenenbild 2 GunsMit Denzel Washington und Mark Wahlberg verfügt 2 Guns über ordentlich Starpower. Die beiden Großkaliber verstehen es dabei trefflich, der soliden Inszenierung von Baltasar Kormákur viele „Spielräume“ entlocken, und den nutzen sie dann auch ausgiebig. Zumal dieses Vexierspiel mit den geheimen Identitäten für reichlich gezinkte Karten, Doppelbödigkeiten und Überraschungen sorgt.
Mit dieser Mischung aus Reminiszenz und Reaktivierung des guten alten „80er Jahres Buddy-Movies“, die keineswegs zum anachronistischen Ballerfilmchen verkommt, sondern mit frisch inszenierten Actionszenen und beeindruckenden Bildern überzeugt (gerne auch mal in Zeitlupe), dürften Actionfans voll auf ihre Kosten kommen.

Peter Dickmeyer (MOV!E D!CK)

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