Samstag 13.06.15

20:15 Uhr

 

Megamind

Trickfilm, USA 2010

Regie: Tom McGrath

MegamindSchurke Megamind ist zwar ziemlich durchtrieben und oft nahezu brillant, doch leider auch häufig dusselig. Als er mal wieder Metro City erobern will, gerät er erneut an seinen Dauergegner Metroman. Der offenbar perfekte und deshalb wohl auch überaus geliebte Superheld kann aber diesmal tatsächlich von Megamind besiegt werden. Was folgt: eintönige Langeweile. Denn Megamind sitzt zwar jetzt im Chefsessel der Stadt, hätte aber lieber einen Widersacher. So schafft sich der Superbösewicht selbst einen Supergegner. Doch der so geschaffene Titan steht sich selbst am meisten im Weg und sorgt nur für Chaos ...

Nach Kassenschlagern wie "Shrek", "Madagascar" oder "Kung Fu Panda" haben die kreativen Kräfte aus dem Hause DreamWorks Animation wieder zugeschlagen. Mit dieser Parodie auf Superhelden-Comics bleibt Regisseur Tom McGrath ("Madagascar", "Madagascar 2") trotz starker Computer-Animation aber leider hinter Werken wie "The Incredibles" oder "Ich - Einfach unverbesserlich" zurück. Dennoch akzeptable, weil gut gemachte Kinokost.

22:20 Uhr

 

 

Birdy

Drama, USA, 1984

Regie: Alan Parker

Mit: Matthew Modine, Nicolas Cage, Karen Young, Bruno Kirby

BirdyNach traumatischen Vietnam-Kriegserlebnissen flüchtet sich "Birdy" in eine autistische Vogelmensch-Existenz und landet in der Psychatrie. Sein bester Freund Al, selbst in Vitnam schwer verwundet, hofft inständig, seinen Kumpel aus der seltsamen Lethargie befreien zu können, in dem er von gemeinsamen Erlebnissen erzählt. Doch "Birdy" zeigt zunächst keinerlei Reaktion ...

In Rückblenden, die Vergangenheit und Gegenwart raffiniert verknüpfen, erzählt Regisseur Alan Parker nach dem Erfolgsroman des 2008 verstorbenen US-Schriftstellers William Wharton die Geschichte einer Jugend- und Männerfreundschaft. Zugleich wird das Thema Kriegsschock behutsam angepackt und mit der Kritik an einer unzulänglichen Psychiatrie verbunden. Diese Szenen kontrastieren mit herrlich-utopischen Bildern von einem wirklich freien Leben. Das Drama, das 1985 mit dem Großen Preis der Jury beim Filmfestival von Cannes ausgezeichnet wurde, überzeugt nicht zuletzt durch die Leistungen der Hauptdarsteller Matthew Modine und Nicolas Cage, packenden Kamerafahrten und durch die eindringliche Filmmusik Peter Gabriels.

01:10 Uhr

 

Der Mann aus Laramie
(The Man From Laramie)

Western, USA 1955, Regie: Anthony Mann

Mit: James Stewart, Arthur Kennedy, Cathy O'Donnell, Donald Crisp, Alex Nicol, Aline MacMahon, Wallace Ford, Jack Elam, John War Eagle, James Millican, James A. Millican, Gregg Barton

Der Mann aus LaramieDer Army-Offizier Will Lockhart aus Laramie hat sich beurlauben lassen, um in New Mexico skrupellosen Waffenschmugglern das Handwerk zu legen, die Gewehre an die Apachen verkaufen. Mit den Männern hat er noch eine persönliche Rechnung offen: Sein Bruder ist durch ihre Schuld getötet worden. Am Ziel angekommen, gerät Will mit dem Rinderbaron Alec Waggoman aneinander, dem mächtigsten Mann der Gegend. Als dessen Sohn getötet wird, hält Waggoman den Mann aus Laramie für den Mörder ...

Ein überdurchschnittlicher Western vom bewährten Team Anthony Mann/James Stewart. Hier wurde weniger Wert auf effektreiche Knallerei-Action, denn auf psychologische Charakterisierung der Hauptfiguren gelegt. Anthony Mann drehte von 1950 bis 1960 elf Western (fünf davon mit James Stewart und drei nach Drehbüchern von Borden Chase) - in den Fünfzigerjahren neben den Western von John Ford, Howard Hawks, William A. Weltmann und Budd Boetticher die schönsten und aufregendsten Beiträge in diesem Genre. Manns Helden (vor allem James Stewart) sind schrankenlose Einzelgänger. Selbstständigkeit, Freiheit und Unabhängigkeit sind die Fähigkeiten, sich rücksichtslos und mit Gewalt gegen andere durchzusetzen. Die Geschichten, die Anthony Mann erzählt, führen vor, mit welchen Schwierigkeiten und Qualen aus dieser wüsten Autonomie soziale Verantwortung wird.

 

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