Filmkritik - Spy: Susan Cooper Undercover

(OT: Spy)
USA 2015 (Komödie/Action)
Regie: Paul Feig
Darsteller: Jude Law, Jason Statham, Melissa McCarthy, Allison Janney, Jessica Chaffin, Rose Byrne, Morena Baccarin, Bobby Cannavale, Carlos Ponce, Miranda Hart u.a.

Szenenbild aus dem Film Spy: Susan Cooper UndercoverSusan Cooper (Melissa McCarthy) ist alles andere als eine richtige Agentin. Erst recht keine die man in einen Feldeinsatz schicken würde. Allein ihre Figur und die mangelnde Spezialausbildung würden dies unter normalen Umständen verbieten. Doch als die Tarnung ihres Partners Bradley Fine (Jude Law) auffliegt, den sie bei seinen Einsätzen als CIA-Analystin unterstützt, kommt genau jene Frage auf. Wen an seiner Stelle könnte man mit der heiklen Mission betrauen, die Machenschaften der schönen Raina Boyanov (Rose Byrne) und ihren Strippenziehern im Hintergrund zu unterbinden, um damit die Welt vor einer fiesen Atombedrohung zu retten? Freilich gibt es andere Kandidaten in der Agency die diesen Job übernehmen könnten, aber deren Tarnung gilt als nicht sicher. Also meldet sich Susan freiwillig für den Undercover-Job und trotz aller Zweifel ihrer Vorgesetzten, wird sie tatsächlich mit dieser geheimen Mission betraut. Naiv wie das Pummelchen ist, stürzt sie sich in das Abenteuer, greift, trotz strikter Anweisung nur zu beobachten, in das Geschehen ein und findet sich alsbald in lebensgefährlichen Situationen wieder ...

Szenenbild aus dem Film Spy: Susan Cooper UndercoverDas Strickmuster dieser Agenten-Komödie klingt ziemlich simpel und für Melissa McCarthy geradezu auf den Leib geschrieben. Und grundsätzlich lässt sich sagen, das Rezept geht zunächst auf. Mit viel Elan, Spannung und Action startet der Film, ganz im Stile eines James Bond, und findet dabei sehr gut in die komödiantische Spur. Jude Law wie auch Jason Statham empfehlen sich überdies ganz nebenbei als mögliche Nachfolger von Daniel Craig. Und McCarthy macht eben das was sie soll, sich volles Pfund als Spaßkanone erweisen. Doch zunehmend werden die Gags flacher und viel zu oft wiederholen sich diese in geringfügiger Abwandlung, um den nächsten Lacher zu erheischen. So wird es auf Dauer dann doch etwas eintönig und rechtfertigt nicht die Spielzeit von zwei Stunden. Wer die Gags des Trailers zum Brüllen komisch findet, kommt durchaus auf seine Kosten. Wer dieses Niveau jedoch über die gesamte Spielzeit erwartet wird letztlich etwas enttäuscht, denn der Trailer ist, bis auf wenige Ausnahmen, das Best-of. Es hätte sich mit ein wenig mehr Mühe gewiss noch mehr heraus holen lassen und die gut choreografierten Actionszenen beweisen, hier sollte nicht nur das Mindestmaß an Unterhaltung geboten werden. In der Summe jedoch ist “Spy: Susan Cooper Undercover“ dann doch eine recht platitüdenhafte Zurschaustellung, der dicken vermeintlich immer lustigen Frau.

Mathias Bornemann

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