Filmkritik - Mad Max: Fury Road

Australien, USA 2015 (Action/Abenteuer)
Regie: George Miller
Darsteller: Charlize Theron, Tom Hardy, Zoë Kravitz, Nicholas Hoult, Nathan Jones, Hugh Keays-Byrne, Rosie Huntington-Whiteley, Abbey Lee u.a.

Szenenbild aus dem Film Mad Max: Fury RoadUnd immer noch frönen die Menschen, die die nukleare Katastrophe überlebt haben, archaischen Strukturen. Benzin, Wasser und Lebensmittel sind knapp. Weil der Warlord Immortan mit roher Gewalt herrscht, kuschen die meisten. Für Ex-Cop Max Grund genug, sich als Einzelgänger durchzuschlagen. Doch er gerät in die Hände von Immortans Schergen, wird gefangengenommen und muss fortan als Blutkonserve für kalkige Gestalten herhalten. Als dann aber die durchtriebene Furiosa mit einigen Sklavinnen von Immortan das Weite sucht, schickt der Bösewicht eine ganze Armee hinter den Frauen her. Max, der als Blutlieferant ebenfalls mit musste, schlägt sich bald auf die Seite Furiosas. Doch Immortan gibt nicht so schnell auf und begibt sich höchst selbst auf Verfolgungsjagd ...

Szenenbild aus dem Film Mad Max: Fury RoadZugegeben: die Story klingt ziemlich banal. Und das ist sie auch. Doch was George Miller daraus macht ist höchste Kino-Kunst mit enormer Liebe zum gebastelten Detail (allein die unterschiedlichen Fahrzeuge lassen einen staunen). Mit einer furiosen Kamera durchstreift Miller hier öde, aber ungemein fotogene Wüstenlandschaften, schickt seinen Antihelden von einer kuriosen Szene in die nächste. Zeit zum Ausruhen bleibt weder den Protagonisten, noch den Zuschauern. Tricktechnisch beachtlich, ungemein temporeich und staubtrocken. Hier merkt man schnell, dass Miller wesentlich mehr Geld zur Verfügung hatte als noch 1979 bei dem ersten „Mad Max“-Streifen. Für Endzeit-Fans ein wahrer Hochgenuss!

Stephan Mertens

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