Filmkritik - Love & Mercy

USA 2014 (Drama/Biographie)
Regie: William Pohlad
Darsteller: John Cusack, Elizabeth Banks, Paul Dano, Paul Giamatti, Jake Abel, Kenny Wormald, Nikki Wright, Dee Wallace, Graham Rogers, Brett Davern u.a.

Szenenbild aus dem Film Love & MercyMitte der 1960er gehören die Beach Boys mit ihren Surf-Hits zu den gefragtesten Bands. Dank der musikalischen Finessen des Komponisten und Band-Leaders Brain Wilson sind die Jungs permanent in den Charts vertreten. Doch der introvertierte Brian will mehr: Wie ein Besessener arbeitet er minutiös an dem Konzeptalbum "Pet Sounds", droht allerdings darüber und infolge seines zunehmenden Drogenkonsums den Verstand zu verlieren. Zwanzig Jahre später, weiß man, dass Wilson nach diversen Therapien eigentlich am Ende ist. Als er die attraktive Autoverkäuferin Melinda kennenlernt, erfährt sein Leben eine entscheidende Wende ...

Szenenbild aus dem Film Love & MercyRegisseur Bill Pohlad wagte in dieser Musikerbiografie nicht nur die ur-amerikanische Pop-Ikone „Beach Boys“ zu hinterfragen, sondern sogar die Hauptfigur von zwei Hauptdarstellern spielen zu lassen. Den jüngeren Wilson verkörpert Paul Dano ebenso gekonnt wie John Cusack den älteren. Pohlad springt in den Zeitebenen wild hin und her, schafft es aber, den Charakter derart fesselnd zu verdichten, dass es dem Betrachter schier den Atem raubt. Außerdem gelingt es ihm, die Erschaffung des Welthits „Good Vibration“ in packenden Bildern darzustellen. Wirklich stark!

Stephan Mertens

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