Filmkritik - A World Beyond

(OT: Tomorrowland)
USA 2015 (Science Fiction/Abenteuer)
Regie: Brad Bird
Darsteller: George Clooney, Hugh Laurie, Britt Robertson, Raffey Cassidy, Tim McGraw, Kathryn Hahn, Thomas Robinson, Pierce Gagnon, Judy Greer u.a.

Szenenbild aus dem Film A World BeyondIn den 1960er-Jahren erlebt der erfindungsreiche Junge Frank Walker Erstaunliches. Beim Besuch der Weltausstellung will er an einem Erfinderwettbewerb teilnehmen. Stattdessen bringt ihn aber ein Mädchen direkt in die wunderbare Welt der Zukunft. Jahre später ergeht es der cleveren Casey ähnlich. Als sie einen Pin jener Weltausstellung berührt, wird sie direkt in die Zukunft katapultiert. Bis ihr schließlich jenes Mädchen, mit dem Jahrzehnte zuvor der kleine Frank Bekannschaft gemacht hatte, erklärt, dass sie den inzwischen gealterten genialen Erfinder Frank Walker aufsuchen soll, damit sie gemeinsam die Zukunft retten. Doch Frank erweist sich als ziemlich schräger Zeitgenosse, der von Casey zunächst überhaupt nichts wissen will – bis sie schließlich doch gemeinsam ins Parallel-Universum, genannt Tomorrowland, reisen ...

Szenenbild aus dem Film A World BeyondRegisseur Brad Bird – einst mit „Der Gigant aus dem All“ und den Pixar-Hits „Ratatoullie“ und „Die Unglaublichen“ ein wichtiger und überaus witziger Innovator des Animationsfilms – hat nun nach „Mission: Impossible –Phantom Protokoll“ seinen zweiten Realfilm inszeniert. Wenn auch diesmal wieder tief in die Trickkiste gegriffen wurde und einige wirklich atemberaubenede Bilder dabei entstanden, wirkt die zu lang gerate Geschichte manchmal doch etwas konfus. Kein Wunder: denn die Aufgabe bestand darin, gleich mehrere Disney-Themenparks in der Story zu verarbeiten. So wirkt dann auch das Endprodukt eher wie ein viel zu lang geratenes Werbefilmchen. Statt eine halbwegs plausible und spannende Geschichte zu erzählen, bekommt man trotz vieler starker Momente und auch einiger durchaus zum Nachdenken anregenden bösen Zukunftsvisionen am Ende doch nur ödes Popkorn-Futter. Da hätte man mehr mit machen können.

Stephan Mertens

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