Filmkritik aktuell

Love & Mercy (Kinostart 11.06.15)

Potrait von Filmkritiker Stephan Mertens

Love & Mercy

Eine Filmkritik von Stephan Mertens

Mitte der 1960er gehören die Beach Boys mit ihren Surf-Hits zu den gefragtesten Bands. Dank der musikalischen Finessen des Komponisten und Band-Leaders Brain Wilson sind die Jungs permanent in den Charts vertreten. Doch der introvertierte Brian will mehr: Wie ein Besessener arbeitet er minutiös an dem Konzeptalbum "Pet Sounds", droht allerdings darüber und infolge seines zunehmenden Drogenkonsums den Verstand zu verlieren. Zwanzig Jahre später, weiß man, dass Wilson nach diversen Therapien eigentlich am Ende ist. Als er die attraktive Autoverkäuferin Melinda kennenlernt, erfährt sein Leben eine entscheidende Wende ...

Filmkritik zu Love & Mercy

Jurassic World (Kinostart 11.06.15)

Potrait von Filmkritiker Stephan Mertens

Jurassic World

Eine Filmkritik von Stephan Mertens

Und wieder dürfen computeranimierte Urzeitviecher fröhlich Jagd auf Menschen machen: 22 Jahre nach den Ereignissen im „Jurassic Park“ ist auf der Isla Nublar ein gigantischer Vergnügungspark mit Dinosauriern entstanden. Die riesigen Attraktionen locken ein Millionen-Publikum. Während zwei Jungens ihre Tante Claire dort besuchen – sie ist die Managerin des Parks – trainiert der aufrechte Owen mit gefährlichen Velociraptoren. Als dann aber eine im Labor neu geschaffene, blutrünstige Dino-Kreuzung entkommen kann, geraten bald Claires Neffen in den Fress-Fokus des Dinos. Kann Owen die beiden retten?

Filmkritik zu Jurassic World

Miss Bodyguard (Kinostart 11.06.15)
Potrait von Filmkritiker Mathias Bornemann

Miss Bodyguard

Eine Filmkritik von Mathias Bornemann

Die hoch ambitionierte Polizistin Cooper (Reese Witherspoon) schießt in ihrem Übereifer manchmal etwas über das Ziel hinaus. So auch in ihrem letzten Einsatz, bei dem sie einen angetrunkenen Teenager tasert, der sich lediglich einen Shot (gemeint ist ein kleiner Schnaps) genehmigen wollte. Seither ist sie strafversetzt und fristet ihr Dasein in der Asservatenkammer. Doch plötzlich bietet sich ihr eine Chance zur Rehabilitation. Gemeinsam mit einem Bundes-Marshal soll sie einen Kronzeugen und dessen Frau zum Gericht nach Dallas eskortieren. Doch der Kartell-Boss, gegen den ausgesagt werden soll, hat schon so ziemlich alle Zeugen ausgeschaltet und trachtet nun nach dem Leben der besagten Zwei ...

Filmkritik zu Miss Bodyguard

Victoria (Kinostart 11.06.15)

Potrait von Filmkritiker Stephan Mertens

Victoria

Eine Filmkritik von Stephan Mertens

In der Nacht lernt die junge Spanierin Victoria in einem Berliner Club die vier Freunde Sonne, Boxer, Blinker und Fuß kennen. Vor allem Sonne baggert die Schöne mächtig an. Die lässt sich darauf ein, mit den Jungens durch die Nacht zu ziehen. Doch die Vier wollen eine Schuld begleichen und haben sich auf ein krummes Ding eingelassen. Als einer ausfällt, soll Victoria als Fahrerin einspringen. Schließlich wird es richtig dramatisch...

Filmkritik zu Victoria

Spy: Susan Cooper Undercover (Kinostart 04.06.15)
Potrait von Filmkritiker Mathias Bornemann

Spy: Susan Cooper Undercover

Eine Filmkritik von Mathias Bornemann

Susan Cooper (Melissa McCarthy) ist alles andere als eine richtige Agentin. Erst recht keine die man in einen Feldeinsatz schicken würde. Allein ihre Figur und die mangelnde Spezialausbildung würden dies unter normalen Umständen verbieten. Doch als die Tarnung ihres Partners Bradley Fine (Jude Law) auffliegt, den sie bei seinen Einsätzen als CIA-Analystin unterstützt, kommt genau jene Frage auf. Wen an seiner Stelle könnte man mit der heiklen Mission betrauen, die Machenschaften der schönen Raina Boyanov (Rose Byrne) und ihren Strippenziehern im Hintergrund zu unterbinden, um damit die Welt vor einer fiesen Atombedrohung zu retten? Freilich gibt es andere Kandidaten in der Agency die diesen Job übernehmen könnten, aber deren Tarnung gilt als nicht sicher. Also meldet sich Susan freiwillig ...

Filmkritik zu Spy: Susan Cooper Undercover

Die Frau in Gold (Kinostart 04.06.15)

Potrait von Filmkritiker Martin Graetz

Die Frau in Gold

Eine Filmkritik von Martin Graetz 

Der Curtis-Kunstthriller setzt den dramaturgischen Hebel bei Maria Altmann (Helen Mirren) in den USA an. Die betagte Dame, deren Tante besagte Bloch-Bauer war, bläst im Verein mit dem jungen Anwalt Randy Schoenburg (Ryan Reynolds) das Parforcehorn, um auf Basis der sogenannten Restitution ihre Interessen zu wahren. Dieser Feldzug führt sie bis vor den Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Dabei schätzte man selbst in Amerika die Erfolgsaussichten, das inzwischen zum Nationalheiligtum avancierte Kunststück der Wiener Republik zu entwinden als minimal ein. Randys Kanzleichef sah das Kraftverhältnis sehr pragmatisch: „Glauben Sie wirklich, Österreich wird dieses Bild herausrücken, damit es über dem Sofa einer alten Dame hängt?“ ...

Filmkritik zu Die Frau in Gold

Potrait von Filmkritiker Stephan Mertens

Die Frau in Gold

Eine Filmkritik von Stephan Mertens

50 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs beansprucht die in den USA lebende Jüdin Maria Altmann jenes Bild, das ihrer Familie 1938 nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Wien gestohlen wurde: Im Mittelpunkt das Porträt, das Gustav Klimt einst von ihrer Tante Adele malte. Maria Altmann engagiert den jungen Anwalt Randol Schoenberg, ein Freund der Familie und außerdem der Enkel des berühmten Komponisten Arnold Schönberg. Gemeinsam reisen sie nach Wien, müssen dort aber feststellen, dass die Behörden keinesfalls das Bild rausrücken wollen. Denn schließlich handelt es sich um Österreichisches Kulturgut ...

Filmkritik zu Die Frau in Gold

Kind 44 (Kinostart 04.06.15)
\"Falk

Kind 44

Eine Filmkritik von Falk Burhenne

Leo Demidow ist als Geheimpolizist treuer Anhänger des kommunistischen Systems. Als die Leiche des kleinen Sohnes eines Offiziers aufgefunden wird und der Staatsapparat den Mord zu vertuschen versucht, kommt er ins Grübeln und beginnt peu à peu am Vorgehen der Sicherheitsbehörden zu zweifeln. Doch Verbrechen, etwa Kinder- bzw. Serienmord kann und darf es in einem totalitären Regime offiziell nicht geben. Dennoch häuft sich die Mordfall-Rate an Minderjährigen und die Ermittlungen wegen inzwischen 44 Opfern lassen aufgrund bestimmter Indizien auf einen Einzeltäter schließen. Demidows Vermutungen grenzen an Hochverrat, er gerät unter politischen Beschuss und sieht sich höchstgefährlichen Intrigen ausgesetzt ...

Filmkritik zu Kind 44

Bild von Redakteur Peter Dickmeyer

Kind 44

Eine Filmkritik von Peter Dickmeyer

Es ist eines der dunkelsten Kapitel der sowjetischen Geschichte. Die Rede ist von den Nachkriegsjahren unter der Herrschaft von Josef Stalin, dem sogenannten Stalinismus. Eine Zeit, in der Kommunismus mehr als eine Staatsform war. Schon eher eine verordnete Überzeugung, religiöses Bekenntnis und glorifizierender Personenkult um Stalin, der die Sowjetunion mit eiserner Hand regierte. Alles in allem, so wie wir uns heutzutage ein Gefangenenlager in einem totalitären Land vorstellen. Leo Demidow gehört aber zu jenen, die fest an die kommunistischen Ideale glauben. Der ehemalige Kriegsheld arbeitet mit dem gleichen Enthusiasmus, mit dem er auch im 2. Weltkrieg gekämpft hat, nun für den Geheimdienst, was ihm und seiner Frau Raisa zu passablen Ansehen und Wohlstand verholfen hat. Doch sein bis dahin unerschütterlicher Patriotismus gerät tüchtig ins Wanken, als der Sohn eines Kameraden tot aufgefunden wird ...

Filmkritik zu Kind 44

Die Maisinsel (Kinostart 28.05.15)

Potrait von Filmkritiker Stephan Mertens

Die Maisinsel

Eine Filmkritik von Stephan Mertens

Jedes Jahr wird in den abchasisch-georgischen Grenzfluss Enguri aus dem Kaukasus-Gebirge fruchtbare Erde gespült. Wenn nach der Schneeschmelze der Fluss wieder absinkt, nutzen findige Bauern die neu entstandenen Flussinseln als Ackerland. So auch der alte Abga, der schließlich mit Hilfe seiner Enkelin Asida ein solches Neuland mit Mais bepflanzt. Doch in der Gegend kommt es immer wieder zu Übergriffen und kleinen Scharmützeln zwischen den verfeindeten Ländern. So schwebt nicht nur die Angst, das Land durch neue Überschwemmungen wieder zu verlieren über den Maisbauern, sondern auch der politische Konflikt ...

Filmkritik zu Die Maisinsel

Poltergeist (Kinostart 28.05.15)
Potrait von Filmkritiker Mathias Bornemann

Poltergeist

Eine Filmkritik von Mathias Bornemann

Mit Remakes von Klassikern ist es immer so eine Sache. Poltergeist aus dem Jahre 1982 war Horror vom Feinsten, der so manches Kind und auch viele Erwachsene seiner Zeit in pure Angst versetzt hat. Nun ist dieser Film zwar schon über 30 Jahre alt, aber trotz jüngster technischer Fortschritte im Animationsbereich keineswegs angestaubt. Für Hollywood aber irgendwie doch, also muss eine Neuauflage her. Die grundsätzliche Story wurde dabei ziemlich genau übernommen. Eine junge Familie zieht in Haus das schon beim ersten Anblick etwas unheimliches ausstrahlt. Und so soll es auch nicht lange dauern – im aktuellen Poltergeist rasend schnell – bis der Spuk beginnt ...

Filmkritik zu Poltergeist

San Andreas (Kinostart 28.05.15)
\"Falk

San Andreas

Eine Filmkritik von Falk Burhenne

... Ein 3D Action-Spektakel mit der denkbar schlechtesten Animation für einen Desaster Film. Und das sechs Jahre nach "2012“ von Regisseur Roland Emmerich. Der dämlich dünnen Story fehlt es nicht nur an Hirnschmalz, auch die unterirdische Qualität an talentfreiem Schauspiel ist kaum zu toppen.Diesen Film hätte Regisseur Brad Peyton ("Die Reise zur geheimnisvollen Insel") sich und dem Publikum ersparen müssen. Mehr als ärgerlich!

Filmkritik zu San Andreas

Bild von Redakteur Peter Dickmeyer

San Andreas

Eine Filmkritik von Peter Dickmeyer

Beim Namensgeber dieses Films handelt es sich nicht um den „heiligen Andreas“, sondern um die „San Andreas-Verwerfung“, kurz den Andreasgraben, an dem auf einer Strecke von 1.100 Kilometern die Pazifische und die Nordamerikanische Platte aufeinander treffen. Dies sorgt in Regelmäßigkeit dafür, dass Kalifornien kräftig durchschüttelt wird. Und darum geht es auch in diesem Film. Nur diesmal schüttelt es ein bisschen mehr, sogar viel mehr! Also ein echter Katastrophenfilm – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn was einem hier ab der ersten Minute um die Augen und Ohren geballert wird, ist eine einzige Leistungsschau des technisch machbaren, in filmischer Hinsicht ...

Filmkritik zu San Andreas

Kiss the Cook: So schmeckt das Leben (Kinostart 28.05.15)

Potrait von Filmkritiker Stephan Mertens

Kiss the Cook: So schmeckt das Leben

Eine Filmkritik von Stephan Mertens

Der ambitionierte Koch Carl Casper versteht sich als Meister seiner kulinarischen Zunft. Allerdings kann er seine grenzenlose Kreativität mit seinen Gehilfen zwischen kochenden Kesseln und brutzelnden Bratpfannen keinesfalls ausspielen. Denn der Restaurantbesitzer mag keine Experimente und besteht stets auf Bewährtes. Als Carl deshalb einem renommierten Restaurantkritiker ein fades Menü serviert, fällt die Rezension vernichtend aus. Carl schmeißt den Job hin und wagt einen Neuanfang ...

Filmkritik zu Kiss the Cook: So schmeckt das Leben

Von Caligari zu Hitler: Das deutsche Kino im Zeitalter der Massen (Kinostart 28.05.15)

Potrait von Filmkritiker Martin Graetz

Von Caligari zu Hitler: Das deutsche Kino im Zeitalter der Massen

Eine Filmkritik von Martin Graetz 

Es war einmal ... Als das Wünschen nach relevanter Filmkultur innerhalb des deutschen Sprachraums noch geholfen hat und diese sich für ein sehr begrenztes Zeitfenster Weltgeltung erarbeitete, wurden die ästhetischen Grundlagen der „siebten Kunst“ geschaffen. Die Ära der Weimarer Republik (1918-1933) bündelte seinerzeit einen erheblichen Teil der künstlerischen Tendenzen zu einem explosiven Gemisch nach 1918. Der Filmkritiker Rüdiger Suchsland reaktiviert mit seiner außerordentlichen Fleißarbeit - der diesbezüglich ersten Kinodokumentation überhaupt - das Gedächtnis und nicht zuletzt die latenten Ängste jener Epoche ...

Filmkritik zu Von Caligari zu Hitler: Das deutsche Kino im Zeitalter der Massen

A World Beyond (Kinostart 21.05.15)

Potrait von Filmkritiker Stephan Mertens

A World Beyond

Eine Filmkritik von Stephan Mertens

In den 1960er-Jahren erlebt der erfindungsreiche Junge Frank Walker Erstaunliches. Beim Besuch der Weltausstellung will er an einem Erfinderwettbewerb teilnehmen. Stattdessen bringt ihn aber ein Mädchen direkt in die wunderbare Welt der Zukunft. Jahre später ergeht es der clevere Casey ähnlich. Als sie einen Pin jener Weltausstellung berührt, wird sie direkt in die Zukunft katapultiert. Bis ihr schließlich jenes Mädchen, mit dem Jahrzehnte zuvor der kleine Frank Bekannschaft gemacht hatte, erklärt, dass sie den inzwischen gealterten genialen Erfinder Frank Walker aufsuchen soll, damit sie gemeinsam die Zukunft retten ...

Filmkritik zu A World Beyond

Mad Max: Fury Road (Kinostart 14.05.15)

Potrait von Filmkritiker Stephan Mertens

Mad Max: Fury Road

Eine Filmkritik von Stephan Mertens

Und immer noch frönen die Menschen, die die nukleare Katastrophe überlebt haben, archaischen Strukturen. Benzin , Wasser und Lebensmittel sind knapp. Weil der Warlord Immortan mit roher Gewalt herrscht, kuschen die meisten. Für Ex-Cop Max Grund genug, sich als Einzelgänger durchzuschlagen. Doch er gerät in die Hände von Immortans Schergen, werden gefangengenommen und muss fortan als Blutkonserve für kalkige Gestalten herhalten. Als dann aber die durchtriebene Furiosa mit einigen Sklavinnen von Immortan das Weite sucht, schickt der Bösewicht eine ganze Armee hinter den Frauen her ...

Filmkritik zu Mad Max: Fury Road

 

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