DVD Tipp - The Face of Love - Liebe hat viele Gesichter

Blu-ray Cover zum Film The Face Of Love(OT: The Face of Love)
USA 2013 (Drama)
Regisseur: Arie Posin
Darsteller: Annette Bening, Ed Harris, Robin Williams, Amy Brenneman, Jess Weixler, Linda Park, Jeffrey Vincent Parise, Clyde Kusatsu, Eli Vargas u.a.
Veröffentlichung: DVD / Blu-ray 20. Februar 2015 (Universum Film)
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
Spieldauer: 92 Minuten

Szenenbild aus dem Film The Face of Love - Liebe hat viele GesichterWas passiert, wenn Liebe einfach nicht vergehen will? Auch fünf Jahre nach dem tragischen Tod ihres Mannes, kann Nikki (Annette Bening) ihn einfach nicht vergessen. Nicht einmal ihrer gemeinsamen Leidenschaft, nämlich das Besuchen von Kunstmuseen, kann sie noch etwas abgewinnen. Was für ein Schock, als sie sich doch noch mal in ihr Lieblingsmuseum begibt und dort einen Mann erblickt, der wie ein Doppelgänger ihres verstorbenen Ehemannes aussieht. Sie folgt dem Fremden bis zu einem College, wo Tom (Ed Harris) Kunstlehrer ist. Der  sympathische Künstler gibt der charmanten Nikki zunächst privaten Kunstunterricht, merkt aber bald, dass es ihr weniger um das Malen geht. Doch Nikki verschweigt Tom, dass er ihrem Mann so ähnlich sieht. Tom ist glücklich, dass diese Frau ihm so viel Liebe entgegenbringt. Doch beide haben Geheimnisse voreinander ...

Szenenbild aus dem Film The Face of Love - Liebe hat viele GesichterDer Streifen ist schon aufgrund der wunderbaren Schauspieler einfach hinreißend und sehenswert. Annette Bening ist wieder einmal in Höchstform, und man nimmt ihr ihre bedingungslose Liebe in jeder Szene ab. Ed Harris spielt den sensiblen Maler, der lange völlig ahnungslos ist. Robin Williams ist der Nachbar, der sich große Hoffnungen macht, dass aus Freundschaft zu Nikki mehr werden könnte – eine viel zu kleine Rolle für den großen Robin Williams. Und daran leidet auch der Film. Er lässt so manche gute Gelegenheit für Spannungen und Wendungen vergehen. Regisseur Arie Posin zeigt durchaus Geschick für ästhetische Bilder, und auch der ruhig erzählte Fluss der Liebesgeschichte hat seinen Reiz. Dennoch fehlen der Geschichte Ecken und Kanten. Und im letzten Drittel kann sich Posin leider nicht ganz entscheiden, ob er die Erzählung in einen Thriller à la Alfred Hitchock oder eine Liebesgeschichte im Stile eines Nicholas Sparks einmünden lassen will. Zitate an Hitchcocks Klassiker „Vertigo“ gab es nämlich reichlich. Das Ende ist bedauernswerterweise ein wenig enttäuschend.

Cem Akalin

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